Sonntag, 28. Oktober 2012

München …



München … Eine schöne Stadt – sagt man.
Ich war von Freitag auf Samstag dort. Und was sage ich? Das könnt ihr jetzt in diesem sinnfreien, viel zu langen, ausführlichen Bericht erfahren. Lest ihn lieber abends, wenn ihr nicht einschlafen könnt – dann seid ihr sofort im Tiefschlaf *G*
Joah …
Die Hinfahrt hatte ich – naiv, wie ich bin – auf drei bis 3,5 Stunden geschätzt. Tatsächlich aber standen wir – nachdem um 15 Uhr Abfahrt war – gleich zehn Minuten später im Stau. Juhu. Ich liebe Stau. Na ja, während ich die Bus-, Lkw- und Pkw-Fahrer bei lustigen Dingen beobachtete (Popeln, Pickel ausdrücken *ekelschüttel* [jaaa, liebe Leute, ihr wurdet gesehen^^]), verging die Zeit und verging und verging … Aber irgendwann kamen wir ja dann doch an. Um viertel nach sieben – draußen war es schon ganz dunkel – checkten wir in das Hotel ein. Wirklich ein sehr hübsches Hotel. Mit einem kleinen Haken, dazu jedoch später.
Viel Zeit blieb nicht, da ich um 20 Uhr mit einer Freundin verabredet war. Also breiteten wir uns kurz aus, aßen die Schoko, die auf dem Bett bereit gelegt worden war, und gingen wieder runter in die Lounge. Die war so wunderhübsch! Herrlich. Das ganze (kleine, gemütliche) Zimmer war in ein angenehmes lila Licht getaucht, hübsch mit Blumen, Vasen, Kerzen und mehr geschmückt, schön, schön, schön ... und alle Getränke waren im Hotelpreis inbegriffen! Kaffee, Wein, ...! =) Super!
Jedenfalls … Kurz darauf kam auch schon meine Freundin und wir machten uns auf die Suche nach einem Restaurant. Die SUCHE, wohlgemerkt, haha … Normalerweise ist der Rollstuhl nicht so ein großes Problem, aber da war es echt gaaar nicht so einfach. Wir fanden sicher 15-20 Restaurants, Wirtshäuser, Imbisse und ähnliches, aber es wollte nicht klappen. Fast alle hatten für uns unbezwingbare Stufen. Dann endlich: Ein China-Restaurant war perfekt. Eigentlich. Es waren auch noch zwei Tische frei. Eigentlich. Aber damit wir da Platz hätten, müsste einer der Tisch ein wenig beiseite geschoben werden. Jahaha … klar. Die Restaurantbesitzerin weigerte sich. Dabei hätte sie nicht einmal helfen müssen. Aber nö, wir mussten gehen.
Nach über EINER STUNDE (!!!) fanden wir eeendlich ein Wirtshaus, das eine Rampe hatte, die sie für uns bereit war aufzubauen. Juhu, wir durften essen. Aber mal ehrlich: Ist das nicht pervers, krank und unfassbar, dass man wegen Rädern unter dem Hintern so einen Akt hinlegen muss, um essen zu können?!
Ach so, haha, der kleine Haken des Hotels …^^ Auf unserer Suche stellten wir fest, dass das Hotel umgeben von Casinos, Striplokalen und Oben-ohne-Bars war *G*! Das stand natürlich nicht in der Hotelbeschreibung im Internet *G*
Das Essen war gut, die Laune auch … Und so verging der Abend, die Nacht … Und der Morgen kam. Mit ihm der heftige Wetterumschwung. Erst kam Regen, dann Schneeregen, dann Schnee. Aber davon bekam ich nicht viel mit. Denn ich hatte schöne, starke Migräne. Boah, das war heftig. Ausgerechnet an deeem Tag. Ich hatte mir doch München zeigen lassen wollen!!! Von wegen … Wir hatten um elf Uhr auschecken müssen. Dann – so war es geplant – wollten wir uns München anschauen, bis es um 16 Uhr zurück nach Hause gehen würde. Aber bei mir ging gaaar nichts. Ich konnte nicht essen, nicht trinken, kaum reden. Mir war so übel … Auf Nachfrage wurde uns dann erlaubt, bis um zwölf Uhr im Hotel zu bleiben. Diese Stunde lag ich dann im Bett und schlief. Suuuper, oder? Über 300 Kilometer weit bin ich gefahren, um dann zu schlafen. Denn hier in Baden-Württemberg geht so was ja nicht: schlafen. Nee, das ist hier jedem untersagt. *G*
Na ja, und dann riefen wir meinen Fahrer an, dass er uns schon um zwölf Uhr abholen soll. Die Fahrt überstand ich dann nur im Halbschlaf. Aber ich überstand sie immerhin.
Kurzum: Von München sah ich nur eine Rotlicht-Straße XD
München …
Eine schöne Stadt – sagt man.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Vor einer Woche war ich auf der Buchmesse ...



… aber erst jetzt kann ich darüber reden, hahaha!! ;-)

Und ich kann nur sagen:

Boahhh, nie (!!) wieder geh ich an einem Samstag auf die Buchmesse. Gut, ja, wahrscheinlich vergesse ich das bis zum nächsten Jahr, haha ... Aber so im Rollstuhl ist das echt nicht witzig. Ich sah mehr Ärsche (pardon, "Gesäße"^^) als Bücher. Alle drängten und quetschten und schubsten … Unfassbar. An die meisten Buchstände kam ich leider gar nicht heran. Nur die „unbeliebteren“ Bereiche waren mir zugänglich.

Na ja, dafür bekam ich an einem Schweizer Stand Unmengen an Schokolade!! Jahaha, die liebe Frau wollte mich bestimmt mästen. Danke an dieser Stelle! War echt nett und die Schokolade super lecker! =)
Eine andere (ältere) Dame sah mich in meinem Rollstuhl, kam und meinte: „Das muss aber schön für Sie sein! Jetzt sehen Sie auch mal was anderes, ja? Oh, und schöne Schuhe haben Sie!“ Dann streichelte sie meine Wange … die fremde, fremde Frau … hihihi. Ob sie wohl dachte, dass ich sonst nie rauskomme? Auch süß … Obwohl ich es eher nicht mag, wenn mich Leute anfassen, die ich nicht kenne.

Ach so! Und als ich die Tickets kaufte, schrieb sich der (oh Gott, wie heißt das?! Tolle Autorin bin ich, muhaha) Kassierer (?) meinen Buchtitel auf, um ihn zu lesen. Dass es um zwei Männer geht, störe ihn nicht, solange es gut geschrieben sei … Guter Junge! Und mal nebenher bemerkt: Der Kerl war super hübsch (Hoffentlich liest er das nicht!).

Dann bin ich noch irgendwann dem Präsidenten begegnet … Er fuhr zwei Meter von mir entfernt die Rolltreppe herunter und ich sagte ganz artig: „Hallo!“
Nur so am Rande ;-)

Ja, ja … Das war mein Kurzbericht der Frankfurter Buchmesse 2012!